Digitalpakt D der Bundesregierung

4. November 2016 – Arbeitskreis Elektrobiologie e.V.

Im Oktober 2016 hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka einen Digitalpakt angekündigt. 40.000 Schulen in Deutschland sollen in den nächsten fünf Jahren mit Computern und WLAN ausgestattet werden!

Dieses Vorhaben kann aus 2 Gründen nicht befürwortet werden.

  1. Die Biobelastungen durch Dauerbestrahlung mit niederfrequent modulierten Mikrowellen führt zu Langzeitschäden an jungen Menschen.
  2. Bildung kann nicht durch Computer vermittelt werden, sondern nur durch Pädagogen!

Lesen Sie dazu in der Anlage die hervorragende Erklärung zum Digitalpakt D.

Bitte unterstützen Sie das Anliegen der Erklärung durch ihre Unterschrift unter dem Link:

Petition „Trojaner aus Berlin: Der Digitalpakt#D“ unterzeichnen

Herzlichen Dank für ihre Unterstützung

Mit herzliche Grüßen

Claus Scheingraber

Pressemitteilung zum Digitalpakt#D der Bundesregierung

03.11.2016

Prof. Dr. R. Lankau, Fak. M+I, HS Offenburg, Badstr. 24, 77652 Offenburg www.bildung-wissen.eu

Erklärung von Wissenschaftlern und Pädagogen zum „Digitalpakt#D“ von Bundeswissenschaftministerin Wankas vor dem IT-Gipfel “Digitale Bildung” in Saarbrücken
Unter dem Titel “Trojaner aus Berlin: Digitalpakt#D” steht ab dem 3. November 2016 eine Petition auf der Homepage der Gesellschaft für Bildung und Wissen. Deren Erstunterzeichner – 31Wissenschaft¬lerinnen und Pädagogen – formulieren darin ihre inhaltliche Kritik an dem von Bundeswissenschaftsministerin Wanka initiierten „Digitalpakt#D“. Dieser verspricht den über 40.000 Schulen in Deutschland in den nächsten fünf Jahren 5 Mrd. Euro für Investitionen in Hardware.
Der Betrag ist fiktiv, da erst die nächste Bundesregierung nach der Bundestagswahl 2017 dessen Auszahlung beschließen kann. Konkret sind dagegen die mit dem Pakt verbundenen massiven Eingriffe in das Schulsystem und das Selbstverständnis der Lehrerinnen und Lehrer. Er verpflichtet Bundesländer und Schulen nicht nur, pädagogische Konzepte für den Einsatz von digitalen Geräten und Medien im Unterricht zu entwickeln. Der Einsatz von Digitaltechnik und Lernprogrammen soll zugleich in allen Lehramtsstudiengängen verpflichtend verankert werden – ohne Differenzierung nach Schulformen, Alter der Schülerinnen und Schüler oder der zu lehrenden Fächer.
Dabei gibt es nach mittlerweile über 40 Jahren Erfahrung mit Computern im Unterricht keine wissenschaftlich validen Belege für deren Nutzen. „Vielmehr kommt es auf die Lehrperson an“, so exemplarisch die Telekom-Studie „Schule digital. Der Länderindikator 2015“ (S. 8) Das ist Konsens, selbst bei Befürwortern von Digitaltechnik.
Mit seinem Digitalpakt greift das BMBF nicht nur in die Hoheit der Länder in Bildungsfragen ein, sondern auch in die Lehrerbildung und die Curricula der Universitäten und Pädagogischen Hochschulen. Vor allem aber ist er ein direkter und massiver Eingriff in die Lehr- und Methodenfreiheit jeder einzelnen Lehrerin oder jedes einzelnen Lehrers. Denn die Gestaltung des Unterrichts und der Einsatz von (analogen wie digitalen) Medien entscheiden Lehrkräfte. Dass der Pakt ein Vielfaches an Folgekosten für Updates, Techniker und Softwarelizenzen nach sich zieht, rundet das Doppelgesichtige des Paktes ab. Am Schluss der Erklärung heißt es daher:
“Der „Digitalpakt#D“ ist Teil einer Neudefinition von Schule und Unterricht auf dem Weg zu einer zunehmend vollautomatisierten, digital gesteuerten „Lernfabrik 4.0“. Lehrkräfte werden zu Sozialcoaches und Lernbegleitern degradiert. Statt Unterricht ist die automatisierte Belehrung durch Computerprogramme und Sprachsysteme das Ziel. Diese Konzepte kommen nicht aus der Pädagogik, sondern aus der Kybernetik und dem Behaviorismus.“ EU-Präsident Martin Schulz schrieb schon 2014:‘Internetkonzerne und Geheimdienste wollen den determinierten Menschen. Wenn wir weiter frei sein wollen, müssen wir uns wehren und unsere Politik ändern.‘ Das gilt insbesondere für die Bildungspolitik, die sich von der Fixierung auf Digitaltechnik lösen und sich wieder den Menschen und ihren Lern- und Bildungsprozessen zuwenden muss, damit auch die kommenden Generationen eine humane und demokratische Zukunft haben.”
Die Erklärung “Trojaner aus Berlin. Der „Digitalpakt#D“” kann auf der Homepage der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. (bildung-wissen.eu) mit der Liste der Erstunterzeichner heruntergeladen und dort online unterzeichnet werden.

Pressekontakt:
Prof. Dr. R. Lankau, Fak. M+I, HS Offenburg, Badstr. 24, 77652 Offenburg | bildung-wissen.eu | futur-iii.de | ralf.lankau@bildung-wissen.eu, Tel.: 0049 (0)781 205 134 / 0049 (0)781 9495 070
Dr. Matthias Burchardt, Institut für Bildungsphilosophie, Anthropologie und Pädagogik der Lebensspanne, Universität zu Köln, Alberts-Magnus-Platz, 50931 Köln, Tel.: 00-49-(0)221-470-4114
Peter Hensinger, Bismarckstr. 63, 70197 Stuttgart, Tel: 0049 (0)711 638 108

Mit freundlichen Grüßen
i.A. der Erstunterzeichner

Peter Hensinger

Direktlinks:

Der Text als Website:
https://bildung-wissen.eu/sonstiges/trojaner-aus-berlin-derdigitalpaktd.html

Der Text als PDF mit Erstunterzeichnern (Stand 02.11.2016)
https://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2016/11/erklaerung_zum_digitalpaktD_mitUnterschrift.pdf

Der Link zum Online – Unterschreiben der Erklärung:
https://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/erklaerung-trojaner-digitalpaktd.html