Richtwerte nach AEB

Diese angegebenen Richtwerte beruhen auf einer über 30-jährigen Erfahrung aus Wohnungs- und Schlafplatzuntersuchungen. Die vom AEB empfohlenen Richtwerte bieten normsensitiven Personen einen belastungsfreien Wohn- und Schlafbereich. Selbst hypersensitive Personen empfinden bei Einhaltung der Richtwerte mehrheitlich eine Besserung ihrer Befindlichkeitsstörungen.

Richtwerte für elektromagnetische Felder nach AEB

Statischer Bereich:
Elektrostatische Feld (V/m) Magnetostatische Feld (µT)
0 Hz => > 100 V/m elektrostatische. Aufladung
Entladungszeitkonstante < 5 Minuten
max. 1 µT Abweichung vom lokalen
Erdmagnetfeld
Niederfrequenter Bereich:
elektr. Feld – Stromdichte (A/m²) magn. Feld – Flussdichte (nT)
5 Hz – 2 kHz => S = 40 nA/m² B = 20 nT
HF-Bereich:
elektr. Feld – Stromdichte (A/m²) EM-Feld – Leistungsflussdichte (W/m²)
1 MHz – 300 GHz S = 40 nA/m² S = 0,1 µW/m² Innen-, Schlafbereich
S = 1,0 µW/m² Innenbereich
S = 10 µW/m² Auβenbereich

Kommentar zu HF-Bereich: Bei den HF-Feldern sind E-Feld und H-Feld über den Feldwellenwiderstand (377 Ohm) gekoppelt. Die Leistungsdichte kann deshalb aus einer der beiden Feldkomponenten errechnet werden. Z.B. E=3V/m; daraus folgt Leistungsdichte P=(0,3V/m)²/377 Ohm = 0,00239 W/m².
Bei extrem hypersensitive Personen bringen auch die vom AEB empfohlenen Richtwerte oft keine Verbesserung. Für dieser Personenkreis muss eine Feldfreiheit erzielt werden. In Ballungsgebieten ist es aber heutzutage leider unmöglich Feldfreiheit zu erreichen.
Das Erdmagnetfeld variiert zwischen den Polen und dem Äquator zwischen 30 und 60 µT. Das statische Erdmagnetfeld ist ein homogenes (gleichförmiges) Feld und stellt für den menschlichen Körper keine biologische Belastung dar! Wenn jedoch Magnetfeld-Anomalien auftreten und wird aus dem homogenen Erdmagnetfeld ein inhomogenes (ungleichförmiges) Feld. Es treten im Körper Potentialunterschiede auf, die für den Körper eine biologische Belastung darstellen!
Abweichungen von mehr als 1 µT vom natürlichen Feld können gesundheitliche Störungen auslösen. Technische Felder bedingen immer eine Verzerrungen des Erdmagnetfeldes und lösen eine Inhomogenität aus, die bei sensiblen Personen zu gesundheitlichen Störungen führt.
Im Gegensatz zum Erdmagnetfeld muss man wissen, dass die natürliche Feldstärke für niederfrequente Wechselfelder auf der Erde mit 1 – 2 pT (Pikotesla = 1 x 10-12 T) angegeben wird. Im Gegensatz dazu beträgt die zivilisatorische Hintergrundbelastung durch technische NF-Felder in Ballungsgebieten schon 20 – 60 nT (Nanotesla), also eine viel tausendfach höhere Feldstärke.
Die Festsetzung von Grenzwerten in unserem Land dient ausschließlich den wirtschaftlichen Interessen unsere Industrie und nicht dem vorbeugenden Gesundheitsschutz unserer Bevölkerung. Dies soll an folgendem Beispiel verdeutlicht werden:

Ihr Computer am Arbeitsplatz oder zu Hause darf, wenn er den CE-Richtlinien der EG entspricht, lediglich ein Feld von 1 V/m im Raum erzeugen, damit andere Technik nicht gestört wird.
Der Grenzwert für Mobilfunk-Sendeanlagen beträgt aber 42 V/m. Wenn es aber um Mobilkommunikation geht, müssen Sie sich mit dem 42-fachen Wert bestrahlen lassen. Es gibt keine medizinischen oder biologischen Beweise, dass Strahlung von EDV- Geräten um das 42-fache weniger schädlich ist Mobilfunkstrahlung.

Daher muss festgestellt werden, dass der elektromagnetischen Verträglichkeit von Geräten und Maschinen wesentlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, als dem Schutz von menschlichem Leben.